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Rotweiße Sünde

Rotweiße Sünde (Rezept (mit Bildern) zum Downloaden befindet sich unten auf der Seite!)

Rot-Weiße-Traurigkeit

Zutaten für 4 Portionen:
Für die Joghurt-Creme:
500g Naturjoghurt (1,5% Fett)
100g Zucker
Saft einer unbehandelten Zitrone
400mL Sahne
Für den Fruchtspiegel:
1 Päckchen Vanillezucker
500g frische Erdbeeren
2 Stangen Rhabarber
Saft einer unbehandelten Zitrone
1 Vanilleschote
1 Esslöffel Zucker
Schwarze Johannisbeeren und etwas Puderzucker zum garnieren

Zubereitung der Joghurt-Creme:
Joghurt, Zucker und Zitronensaft miteinander verrühren.
Die Sahne zusammen mit dem Vanillezucker steif schlagen und dann unter die Joghurtmasse rühren.
Ein Sieb mit einem Geschirr- oder Mulltuch auslegen und auf einen größeren Topf stellen. Die Masse in das mit dem Tuch ausgelegten Sieb füllen und über Nacht kühl stellen.

Zubereitung des Fruchtspiegels:
Am Folgetag aus den Erdbeeren und dem Rhabarber einen Kompott herstellen: Dazu Erdbeeren, Rhabarber, Zitronensaft, Mark einer Vanilleschote und Zucker bei mittlerer Hitze aufkochen. Alles pürieren und durch ein Sieb passieren. Das passierte Obst etwas abkühlen lassen.

Dekoration:
Die Joghurtcreme ist über Nacht fest geworden und kann nun auf Tellern portioniert werden. Joghurtcreme auf dem Fruchtspiegel als Nocken anrichten.

Wissenswertes rund um die Zutaten

Erdbeeren:
Erdbeeren essen die Deutschen am liebsten. Doch nur die wenigsten wissen, dass Erdbeeren – obwohl es so klingt – gar keine Beeren sind. Erdbeeren gehören, botanisch betrachtet, zu den Sammelnussfrüchten. Und tatsächlich ist die Erdbeere eine Scheinfrucht. Denn die einzelnen Nüsschen, das sind die grüngelben Körnchen auf der Erdbeere, sind die eigentlichen Früchte. Diese sind auf dem hochgewölbten Blütenboden zusammen gewachsen zu einer Sammelfrucht.

Ganzjährig sind Erdbeeren aus folgenden Importländern zu beziehen: Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, USA, Marokko und Israel. Den Kauf importierter Erdbeeren sollte der Verbraucher stets überdenken. Hohe Transportkosten, die damit verbundenen Umweltbelastungen sowie die standortspezifischen Anbaubedingungen der Importländer machen den Erdbeerverzehr weder schmackhafter noch gesünder.

Von April bis August sind deutsche Erdbeeren im Einzelhandel zu kaufen. Ernährungswissenschaftlich betrachtet ist der Verzehr von Erdbeeren in dieser Zeit empfehlenswert. Erdbeeren enthalten pro 100g etwa 65mg Vitamin C. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einem gesunden Erwachsenen rund 100mg Vitamin C Aufnahme pro Tag. Also decken knapp 150g Erdbeeren ganz einfach den Vitamin C Tagesbedarf. Nicht nur Vitamin C, sondern auch viele andere Vitamine sind in Erdbeeren enthalten: Provitamin A, Vitamin B2, Folsäure und Vitamin K. Ebenfalls ist der Mineralstoffgehalt sehenswert: Kalium, Kalzium und Eisen. Erfreulicher Weise zählen Erdbeeren zu den wahren Schlankmacher-Früchten: Sie liefern mit 32kcal/100g sehr wenig Kalorien denn ihr Hauptbestandteil ist Wasser.

Rhabarber:
Der Rhabarber gehört, botanisch betrachtet, zum mehrjährigen Gemüse und dort zu der Familie des Stängelgemüses. Dazu gehören auch Spargel, Stangensellerie, Fenchel und Stielmus. In der Küche wird der Rhabarber aber wie Obst verwendet.

Der heimische Rhabarber hat Saison in drei Monaten ohne „r“: Mai, Juni, Juli. Wobei die Ernte um den 24.06. abgeschlossen werden sollte. Denn der Rhabarber enthält viel Oxalsäure. Der Säuregehalt steigt im Laufe der Saison an. Diese Säure bindet im Körper Calcium. Nieren- und gallenkranke Menschen sowie Kinder sollten nicht zu viel Rhabarber verzehren. Neben der Oxalsäure ist auch der Gehalt an Apfel- und Zitronensäure charakteristisch für den leicht säuerlichen Geschmack. Am besten eignet sich der Verzehr von (ein)gekochtem Rhabarber, da das Kochen den Gehalt an Oxalsäure reduziert.

Lactose:
Lactose oder Laktose ist der in Milchprodukten enthaltene Zucker. Lactose zählt zu den Zweifachzuckern. Weitere bekannte Vertreter sind: Haushaltszucker (Saccharose) und Malzzucker (Maltose).
Laktose kommt in der Milch von Säugetieren vor und damit auch in den daraus entstehenden Produkten.
Ernährungsphysiologisch betrachtet ist die Aufspaltung von Lactose in Einfachzucker an das körpereigene Enzym Lactase gekoppelt. Das im steigenden Alter immer weniger produziert wird. Bei einem pathogenen Mangel an körpereigener Lactase spricht man von der Lactoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit.
Rund 75% der erwachsenen Weltbevölkerung leidet an dieser Mangelerscheinung. Dabei gelangt die Lactose unverdaut in den Dickdarm und wird dort vergoren. Die klassischen Symptome wie Bauchschmerzen, Flatulenzen, Diarrhöen und Krämpfe lassen einige Betroffene schnell auf die Ursache schließen. Aber es können auch weitere unspezifische Begleiterscheinungen die Betroffenen quälen, etwa: Müdigkeit, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein.
Abhilfe schaffen nur der Verzicht oder der Verzehr lactosefreier Lebensmittel, Alternativ-Lebensmittel (z.B. auf Sojabasis) oder Lactase-Tabletten.

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