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Osterhefekranz

Osterhefekranz (Rezept (mit Bildern) zum Downloaden befindet sich unten auf der Seite!)

Zutaten für 1 großen Zopf oder zwei Kränze
Für den Teig:

1kg Dinkelmehl (Typ 630)
500mL lauwarme Milch
1 Würfel frische Hefe
120g flüssige Butter
1TL Salz
80g braunen Zucker
2 Eier Größe M
1 Bio-Zitrone und davon der Schalenabrieb
Bittermandelöl
50g gehackte Mandeln

Zum Bestreichen vor dem Backen:
1 Eigelb
2EL Zucker
1TL Salz

Zum Bestreichen nach dem Backen:
200g Puderzucker
2EL Zitronensaft
Mandelscheiben

Zubereitung:

Teig:
Mehl, Zucker, Salz, gehackte Mandeln, flüssige Butter und Eier in eine Rührschüssel füllen. Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin bis zum auflösen verrühren. Die Milch-Hefe-Mischung zu den übrigen Zutaten in die Rührschüssel geben, Zitronenschale und Bittermandelöl hinzufügen und nun alle Zutaten mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Den Teig mit einem feuchten Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort auf das Doppelte aufgehen lassen.

Zopf oder Kranz:
Um den Zopf/Kranz zu formen, den Teig in drei gleichgroße Stränge teilen, welche anschließend geflochten werden.
Für den Kranz die Enden zueinander führen und am Ende überschlagen, so dass eine unendliche Struktur entsteht.
Der Zopf wird diagonal auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt.
Der Zopf/Kranz wird nun mit einer verquirlten Ei-Salz-Zucker-Mischung eingepinselt.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze, in der mittleren Einschubschiene für 45min goldbraun backen.
Den Zopf/Kranz aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.
Währenddessen den Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft herstellen.
Den leicht warmen Zopf/Kranz mit dem Zuckerguss großzügig einpinseln und zügig die Mandelscheiben auf den noch klebrigen Zuckerguss streuen.
In die Mitte des Kranzes können nun nach Belieben bunt gefärbte Ostereier gesetzt werden.

Mein Tipp:
Es ist durchaus auch möglich aus der vorhandenen Teigmenge vier Kränze zu formen und jeweils mit einem bunten Ei in der Mitte zu verzieren. Ein wunderbares Ostergeschenk für die Lieben!

Wissenswertes rund um die Zutaten

Backhefe:
Auch bekannt als Bierhefe, Bäckerhefe oder Gest. Es handelt sich dabei um einen einzelligen Pilz. Dieser verbreitet sich durch den Prozess der Knospung, weswegen er zu der Familie der Knospungshefen zählt.
Dieser Hefepilz braucht für seinen Stoffwechsel und die damit verbundene Vermehrung Energie, diese bezieht er am besten aus zugefügtem Zucker. Als Stoffwechselendprodukte entstehen dann Alkohol und CO2 durch den Prozess der Gärung. Beim Backen verflüchtigt sich der Alkohol und das CO2 sorgt für einen lockeren und schmackhaften Teig.
Die ideale Gärungstemperatur liegt zwischen 30-35°C. Innerhalb weniger Stunden, bei optimalen Nährstoff- und Sauerstoffbedingungen, verdoppelt sich die Hefemenge und lässt den Teig wachsen.
Hefepilze sterben bei Temperaturen über 45°C.

Schon die Ägypter verwendeten Hefepilze zum Brotbacken. Wenn sie nämlich die Zutaten an einem warmen Ort stehen ließen, so vermehrten sich die natürlich vorkommenden Hefepilze und vergoren den Brotteig.

Warum werden zu Ostern die Eier gefärbt?
Zu Ostern sind die Eier bunt. Ob aus Schokolade, anderen Süßwaren oder als hartgekochtes Ei – bunt ist zu Ostern ein Muss. Aber woher kommt dieser Brauch?

Wenn man die Eier anmalt, bekommen sie ein schönes, individuelles Äußeres. Sie werden dadurch zu etwas Besonderem, fast Heiligem.
Schon seit Jahrhunderten verehren viele Kulturen Eier. Steht doch das Ei als Symbol für das Leben selbst, die Fruchtbarkeit und auch die Wiedergeburt.
Im antiken Rom und Griechenland wurden bunte Eier zum Fest der Tages- und Nachtgleiche auf gehangen und verschenkt. Eier waren für die Römer und Griechen das Symbol des Neubeginns. Denn bei der Tages- und Nachtgleiche begann das neue Jahr.
Das Christentum gab dem Schlüpfen eines Kükens aus dem Ei zudem eine besondere Symbolik, nämlich kann es verglichen werden mit der Auferstehung Jesu an Ostersonntag.
Christen des Mittelalters färbten die Eier rot ein, als weiteres Symbol für das vergossene Blut Jesu am Kreuz. Man verzichtete im Mittelalter während der Fastenzeit auf den Eierverzehr. So kam es schnell zu einem Eierüberschuss (ein Huhn kann pro Jahr bis zu 280 Eier legen). Daher wurden die Eier in der letzten Fastenwoche aufbewahrt und hartgekocht, so dass sie bis Ostern haltbar waren. Um nun eine Verwechselung mit rohen Eiern ausschließen zu können, wurden die hartgekochten Eier rot eingefärbt.
Erst viel später wurden Eier auch in anderen Farben eingefärbt.
Für uns ist diese langlebige Tradition etwas Besonderes und zudem auch noch unheimlich zweckmäßig: so findet man versteckte bunte Eier viel besser in der grünen Osterwiese.

Download als pdf: Osterhefekranz

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